Anton Zacsek

Geboren 1943 in Neufeld an der Leitha. 1963 bis 1968 Kurse an der Höheren Grafischen Bundes-, Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, u. a. Layout und Gebrauchsgrafik. 1980 bis 1984 Malstudien bei Prof. Michael Haas. Bevorzugte Techniken: Experimentelle Monotypie und Mischtechnik auf Leinen, Zerkall-Bütten und Holz, Radierungen überarbeitet. Publikationen in verschiedenen Kulturzeitschriften und Ausstellungskatalogen. Ausstellungen im In- und Ausland.

Gedanken zu meinen Bildern
Immer wieder neue, experimentelle Wege gehen und dabei verschiedene Materialien und Techniken in mein Werk einfließen lassen. Ein stetes sich - Annähern und sich - Entfernen von einer gewissen Gegenständlichkeit, das vor allem durch selbstkritische Vorstellungen und einer Neuorientierung seine Fortsetzung findet. Unter diesen Voraussetzungen versuche ich immer einen Neubeginn.
Es entstehen immer wieder Serien zu ausgewählten Themen in den verschiedensten Techniken, wobei auch das Experiment eine wesentliche Rolle spielt. In Serien zu arbeiten verlangt nicht nur intensive Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema, sondern auch eine sensible und einfühlsame Annäherung an die Bewältigung dieser Arbeit. Die Wirkung auf den Betrachter dieser Arbeiten muss sich so manifestieren, dass er in die Gedanken und Äußerungen des Künstlers mit eingebunden wird.
Zwischen gestisch aufgelösten und formbestimmenden Elementen entstehen kräftige Gebilde, die auch einen figurativen Charakter annehmen. Sie können als autonome, selbstdarstellende Positionen gelesen werden, die in ihrer Struktur das übrige Bildgeschehen gliedern und beeinflussen. Bei der Auseinandersetzung mit diesen Arbeiten sollten diese Gegenstand einer das Innere repräsentierenden Bildsprache werden, auf dessen Ebene Gestalter und Betrachter kommunizieren können. Sehr treffend formuliert es der spanische Maler Antoni Tapies: "Kunst ist ein Zeichen, ein Ding, das die Realität in unserer geistigen Vorstellung wachruft".
Die Serie "Terra" beschäftigt sich mit dem sorglosen Umgang unserer Umwelt. Die Serie "Schattenfiguren" behandelt das Thema "Ausgrenzung" und gesellschaftliche Aspekte. Bei der Serie "Reduktion" habe ich versucht das Bild auf Farbe und Struktur zu reduzieren. Immer wieder ein Thema sind Zeichen und Symbole der verschiedenen Kulturen, die ich auf meine Art zu deuten versuche. Die Serie "fly with me" entstand nach einem Konzert, das mich durch seine eigenwillige Musik beeinflusst hat.
Die schriftlichen Ergänzungen in meinen Bildern sind zum Teil Gedanken zum Thema, Aufzeichnungen über Technik und Gestaltung, Notizen zum Bildgeschehen oder einfach Teil der Komposition.
Ich möchte mich aber nicht durch Aufrütteln oder Schockieren artikulieren, sondern in meine Bilder eine gewisse Ästhetik einbringen, die sich für den Betrachter als Farbkomposition und Gestaltung zeigt mit der er sich auseinandersetzen soll. Die Art meiner "Schrift - Bilder" würde ich als "Layoutismus" bezeichnen.
Abschließend möchte ich Gustav Courbet zitieren: "Das Schöne wie das Wahre hängt von der Zeit ab in der wir leben, und von dem Individuum, das imstande ist, es zu begreifen".

Kontakt

Adresse: Anton K. Zacsek, Hauptstrasse 5/1/11, 2491 Neufeld/Leitha
Telefon: 02624 / 52578

Werkauswahl

Serie Terra Fly with me IV Serie Il segno
Serie Terra Fly with me I Serie Il segno
Serie "Terra" (links), Mischtechnik/Bütten auf Leinen kaschiert, je 80 x 60 cm
Serie "Fly with me IV u. I" (Mitte), Mischtechnik auf Leinen, je 100 x 100 cm
Serie "Il segno" (rechts), Mischtechnik/Bütten auf Leinen kaschiert, je 80 x 60 cm